Dienstag, 2. Oktober 2012
Vorträge in Reutlingen: "Verfolgte Christen heute"
Freitag, den 5. Oktober, Samstag, den 6. Oktober und Sonntag, den 7. Oktober, findet in der Julius-Kemmler-Halle in Reutlingen jeden Abend um 19.30 jeweils ein Informationsabend über heutige Christenverfolgung statt. Der Eintritt ist frei.
Referieren werden Pastor Fouad Adel (siehe Bild), ein aus dem Sudan stammender Christ sowie voraussichtlich am Samstag ein sehr interessanter Überraschungsgast.
Wie man zur Julius-Kemmler-Halle im Reutlinger Stadtteil Betzingen kommt, kann man hier sehen. Die Halle ist dort, wo der grüne Pfeil ist.
Eine Kurzbiographie von Pastor Fouad gibt es hier.
Montag, 10. Januar 2011
Lügen im sunnitischen Islam
Von dem offiziellen ägyptischen Rechtsgutachtergremium der al-Azhar-Universität zur Erstellung von Rechtsgutachten
Rechtsgutachten-Nr.: 19876 vom 22.07.2004
Frage: "Wie steht der Islam zum Thema Lüge?"
Antwort: "1. Die Vorbeugung oder Verhinderung [arab. al-wiqaya]: 'al-waqy', 'al-waqiya' und 'al-waqa’' sind alles Ableitungen aus dem Stamm 'waqa' [bewahren, vorbeugen]. Allah sagte im Koran: 'O die ihr glaubt, fürchtet Allah, wie man ihn wahrhaft fürchten soll! Und sterbt nicht, außer ihr seid gottergeben' (Sure 3,102). Hier wird "ittaqa' [im Sinne von Gottesfurcht] verwendet. Gottesfurcht und Vorbeugung sind gleichbedeutend, denn beide Worte stammen von einem Substantiv ab. So wie man der Kälte mit Hilfe dicker Kleidung vorbeugt oder sie verhindert, beugt man Allahs Qualen mit Gottesfurcht vor und wehrt die Pfeile mit einem Schutzschild ab. In diesem Sinne bedeutet die Vorbeugung [arab. wiqaya] eine Maßnahme, die etwas Schlimmeres abwehrt oder verhindert. Allah sagte über die Vorbeugung: ' Die Gläubigen sollen sich nicht Ungläubige zu Freunden nehmen anstelle der Gläubigen - und wer das tut, der hat nichts mehr mit Allah zu tun - es sei denn, dass ihr euch vorsichtig vor ihnen hütet.' (Sure 3,28).
Die „taqiya“ wird angewandt, wenn es notwendig ist. Ibn Abbas [ein Cousin Muhammads, prominenter Ausleger des Korans und Überlieferer der Aussprüche Muhammads] erklärte die „taqiya“ folgendermaßen: 'Man spricht Worte [der Verleugnung des Islam], während man innerlich fest [an den Islam] glaubt.' Dies wurde von Allah auch [im Koran] erwähnt: 'Derjenige, der Allah verleugnet, nachdem er geglaubt hatte – außer wenn jemand gezwungen wird, während sein Herz im Glauben Frieden gefunden hat – nein, derjenige, der seine Brust dem Unglauben öffnet, über den kommt Gottes Zorn.' (Sure 16,106).
2. Das Wortspiel [arab. al-ma'arid] bezeichnet eine Art der Lüge. Es beinhaltet das Aussprechen eines Wortes, das mehrere Bedeutungen haben kann. Damit stellt eine Bedeutung den Feind zufrieden, während er [der Redende] innerlich eine der andere Bedeutungen dieses Wortes meint. Z. B.: Würde jemand von einem Muslim verlangen, den Propheten [Muhammad] - Allahs Segen und Heil seien auf ihm, zu verleugnen - dann könnte er sagen: 'Ich verleugne den Propheten (an-nabiy).' Hier meint er jedoch [als zweite Bedeutung von nabiy] eine erhöhte Stelle der Erde.
3. Die Verstellung [arab. al-mudara]: Das bedeutet die Aufopferung des diesseitigen Lebens zugunsten des Jenseits ... Im Gegensatz dazu bedeutet die Schmeichelei [arab. al-mudahana] die Aufopferung des Islam zugunsten des diesseitigen Leben. Die Rücksichtsnahme ist erlaubt, die Schmeichelei ist verboten. In der authentischen Überlieferungssammlung von al-Bukhari und Muslim überlieferte Aischa - Allahs Wohlgefallen sei auf ihr -: 'Ein Mann wollte sich mit dem Propheten Allahs treffen - Allahs Segen und Heil seien auf ihm - als ich dort [bei Muhammad] war. Nachdem Muhammad ihm die Haustür öffnen ließ und ihn gesehen hatte, sagte er: [Dieser Mann ist] 'der schlimmste aus diesem Stamm.' Als sich Muhammad mit ihm zusammen setzte, lächelte er [Muhammad] ihn an und behandelte ihn freundlich.' Als der Besucher gegangen war, wunderte sich Aischa: 'Allahs Prophet, als Du den Besucher getroffen hast, hast Du ihn angelächelt!' Er [Muhammad] antwortete: 'Aischa, wann hast Du mich grob erlebt? Der schlimmste Mensch am jüngsten Tag ist für Allah jemand, den die Menschen meiden, um damit seiner Bosheit zu entgehen.'... Abu ad-Darda sagte: 'Wir [Muslime] lächeln Menschen an, während wir diese im Herzen [innerlich] verfluchen. Das ist die Bedeutung der Rücksichtsnahme (oder Verstellung) [arab. al-mudara].
4. Die Lüge [arab. al-kadhib]: Es ist bekannt, dass das Lügen [im Islam] verboten ist. Es wird jedoch in Fällen erlaubt, die einige muslimische Gelehrte gemäß der authentischen Überlieferungen definiert haben, um einen Vorteil zu erlangen: 'Man darf im Krieg lügen, denn der Krieg ist ein Betrug. Man darf lügen, um Menschen miteinander zu versöhnen. Ein Ehepaar darf sich gegenseitig belügen, z. B. in Sachen der Liebe, um das weitere Zusammenleben zu ermöglichen.' Einige muslimische Gelehrte erlaubten das Lügen über diese [genannten drei Fälle] hinaus, und zwar, wenn man nur durch Lüge sein Ziel erreichen kann. Allerdings darf das Lügen hier keinem Menschen Schaden zufügen. Diese [Gelehrten] erlauben das Lügen auch, um einen Menschen vor etwas Bösem zu bewahren. Z. B. hat Allahs Prophet - Allahs Segen und Heil seien auf ihm - den Mördern von Ka'b b. al-Ashraf erlaubt, sagen zu können, was sie wollten. Auch Ibn Ilat hat die Einwohner Mekkas belogen [mit der Erlaubnis Muhammads], um an ihr Geld kommen zu können."
Quelle: www.al-eman.com/Ask/ask3.asp?id=19876&hide1=2&Next=&select1=*&select2=*&rad1=&dbegin=&mbegin=&ybegin=&dend=&mend=¥d=&rad2=MOF&idser=&wordser=%E3%DA
Ubernommen vom Institut für Islamfragen
Dienstag, 9. November 2010
"Antisemitismus und Islam" Vortrag von Carmen Matussek im Hotel Fortuna in Reutlingen
Am 20. November hält die Tübinger Islamwissenschaftlerin, freie Journalistin und Dozentin Carmen Matussek im Hotel Fortuna in Reutlingen einen Vortrag zum Thema "Antisemitismus und Islam". Gastgeber des Vortrags ist die Ortsgruppe der Bürgerbewegung Pax Europa Reutlingen/Tübingen.
Carmen Matussek hat die antisemitische Propaganda in den arabischen Medien untersucht und ist zu alarmierenden Ergebnissen gekommen: antisemitische Literatur wie Hitlers "Mein Kampf" und die "Protokolle der Weisen von Zion", die in Deutschland aus gutem Grund auf dem Index stehen, führen in der arabischen Welt seit vielen Jahrzehnten die Bestsellerlisten an und fehlen dort in kaum einem Buchladen.
Wer mehr über dieses Thema erfahren möchte, sei hiermit herzlich zum Vortrag eingeladen. Er findet am Samstag, den 20. November um 19.30 im Hotel Fortuna in Reutlingen-Betzingen statt. Der Eintrittspreis beträgt 8 Euro, ermäßigt 5 Euro.
Sonntag, 7. November 2010
Bericht von der Mahnwache vor der Nikolaikirche in Reutlingen
In Reutlingen und Umgebung existiert heute eine lebhafte islamkritische Szene, die teilweise unter dem Dach von BPE organisiert ist, teilweise als PI-Gruppe und teilweise als lockeres Netzwerk, bei dem vor allem entschiedene Christen mitarbeiten.
Eine Aktivistin ergriff am Dienstag die Initiative eine Mahnwache für die über 50 ermordeten Christen der Sajjidat-al Nadscha Kirche in Bagdad am 31. Oktober abzuhalten. Schnell fanden sich fünf Leute, die bereit waren das Ganze mitzuorganisieren.
Die Gedenkstelle vor der Nikolaikirche wurde mit einem Kranz von Blumen und Kerzen auf dem Boden sowie dahinter aufgestellten Holzkreuzen, erklärenden Plakaten und Schrifttafel errichtet. Eigens für diesen Anlass geschriebene Flugblätter und Infomaterial von Open Doors, BPE und der Arbeitsgruppe für Verfolgte Christen aus Fellbach wurden den Passanten angeboten.
Insgesamt haben etwas mehr al 20 Personen bei der Mahnwache mitgemacht. Die 120 Flugblätter gingen so schnell weg, dass wir mehrmals nachkopieren mussten; insgesamt haben wir etwa 500 Stück verteilt.
Von deutschen und auch ausländischen Passanten kamen mehrere positive Reaktionen wie, „finde ich sehr gut, diese Aktion“ oder „gut, dass nicht immer nur muslimischen Opfern gedacht wird“. Was uns besonders ermutigte, waren die zahlreichen lebhaften Diskussionen die dann entstanden. Auch mehrere Muslime mischten sich in die Diskussionen ein, darunter auch bärtige Islamisten in entsprechender Kluft.
Gegen Ende der Mahnwache kam es zu einer Auseinandersetzung mit einem der Islamisten, weil er uns gegen unseren Willen filmte. Die herbeigerufene Polizei nahm die Personalien des Filmers auf.
Hiernoch ein Links zu einem weiteren Bericht:
Kybeline: Mahnwache gegen Christenermordung
Donnerstag, 4. November 2010
Am kommenden Samstag: Mahnwache für ermordete Christen im Irak - vor der Nikolaikirche (Citykirche) in Reutlingen
Am kommenden Samstag, dem 6. November 2010, findet von 11 bis 13 Uhr in Reutlingen vor der Citykirche in der Wilhelmstraße eine Mahnwache anlässlich des jüngsten islamischen Terrors gegen Christen im Irak statt. Bürger aus Reutlingen und Umgebung möchten mit dieser Mahnwache den zahlreichen Opfern des Anschlags gegen die Sajjidat-al Nadscha Kirche in Bagdad gedenken.
Diese Aktion geht nicht, wie fälschlich gemeldet, von der Reutlinger PI-Gruppe aus, sondern von einem Netzwerk unabhängiger Aktivisten.
siehe auch: Fünfzig Christen sterben bei Geiselnahme in Bagdad
und: Tödlicher Albtraum in einer Christlichen Kirche
Donnerstag, 25. März 2010
Zwei sehr gute neue Bücher
Genau vor einer Woche ist Necla Keleks neues Buch Himmelsreise - Mein Streit mit den Wächtern des Islam erschienen. Es ist, wie ihre drei vorherigen für ein breiteres Lesepublikum, sehr gut und hoch informativ geworden.
Man lernt nicht nur sehr viel Neues über die Situation von Muslimen in Deutschand, es gibt auch einen Schnellkurs zur Einführung in die islamische Überlieferung, man erfährt einiges über die Islamverbände und vor allem äußert sie sich zu den Ereignissen der letzen Zeit rund um den Islam.
Das Buch sei jedem, der mehr über den Islam erfahren will, wärmstens ans Herz gelegt. Ein Auszug aus ihrem neuen Buch ist übrigens in der WELT vom 13. März erschienen.
Ein weiteres herausragendes Buch zum Thema Islam, das bereits am 27. Januar erschienen ist, ist das Buch Terra Islamica - Auf der Suche nach der Welt meines Vaters (Stranger to History: A Son's Journey Through Islamic Lands) von Aatish Taseer.
Ein junger Journalist, der in Indien bei seiner Mutter aus der Religionsgemeinschaft der Sikh aufgewachsen ist, macht sich auf die Suche nach seinem muslimischen Vater, der in Pakistan lebt. Um seinen Vater und das Nachbarland Pakistan besser verstehen zu lernen, macht er eine achtmonatige Reise durch die islamische Welt, von der Türkei über Syrien, Saudi-Arabien und Iran nach Pakistan.
Er will auf diese Weise sein muslimisches Erbe erkunden und gleichzeitig seinem Vater näher kommen. Sein sensibler Bericht gehört zur ganz großen Reiseliteratur und ist zu Recht mit Naipauls Islamischer Reise (Among the Believers: An Islamic Journey) und Jenseits des Glaubens (Beyond Belief: Islamic Excursions among the Converted Peoples ) verglichen worden. Auch dieses Buch kann ich nur jedem empfehlen!
Mittwoch, 3. Februar 2010
Arabisches Filmfestival in Tübingen
Arabisch ist zwar nicht gleich islamisch, aber wo es um Araber geht, sind meist die Muslime nicht weit.
Hier gibts mehr Informationen zu Filmfestival.
