Sonntag, 29. Mai 2011
Mordversuch in Reutlingen: Türkin zündet Türken an
In der in der Albstraße in Reutlingen gelegenen Schahid-Schamil-Mosche (Şehîd Şamil Camii), deren Namen offensichtlich den tschetschenischen Terroristen Schamil Bassajev ehrt, hat am Samstag eine 36-Jährige Türkin einen 38-jährigen türkischen Bekannten mit Benzin übergossen und angezündet. Falls jemand nähere Informationen zum Fall hat, die über das in den Zeitungen berichtete hinausgehen, wäre es schön, wenn dies im Kommentarbereich berichtet würde. Hier der Bericht dazu im Schwäbischen Tagblatt.
Samstag, 12. Februar 2011
Zwei gute Leserbriefe im GEA
Zum Artikel "Kleine Schritte zum großen Ziel" vom 28. Januar 2011 im Reutlinger General Anzeiger sind zwei sehr gute und kritische Leserbriefe erschienen, einer davon, der einiges richtig stellt, von Conny Axel Meier, dem Geschäftsführer Bürgerbewegung Pax Europa, und eine sehr scharfsinnige Analyse von Martin Schill aus Reutlingen:
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»Verdacht hat sich erhärtet«
In Ihrem Artikel »Kleine Schritte zum großen Ziel«, in dem Sie die Bürgerbewegung Pax Europa (BPE) ausdrücklich nennen, kann bei Einigem, was Sie geschrieben haben, ein falscher Eindruck entstehen. Die BPE tritt nachdrücklich für den Dialog mit Muslimen ein, jedoch unter der Bedingung, dass ein wirklicher Dialog stattfindet, bei dem auch kritische Punkte angesprochen werden können. Ein Austausch von Nettigkeiten löst die bestehenden Probleme nicht. Die große Mehrheit der Islamkritiker sieht im Übrigen nicht in den Muslimen als Mitbürger das Problem, sondern in der totalitären Weltanschauung, die der orthodoxe Islam beinhaltet.
Was die Türkische Gemeinschaft Organisation Reutlingen (TGO) betrifft, so hat sich der Verdacht erhärtet, dass dieser Verein Verbindung zu den Grauen Wölfen hat. Das hat dazu geführt, das sowohl die Stadt Reutlingen als auch die Polizei die Zusammenarbeit mit der TGO aufgekündigt haben. Das Video, das die Symbole der Grauen Wölfe in der Christuskirche zeigt, wurde aus dem Umfeld der Grauen Wölfe selber aufgenommen und dann auf YouTube gestellt.
Bei den letztjährigen Dialogveranstaltungen haben einige Teilnehmer kritische Fragen gestellt und Fakten genannt, die den Islam in keinem guten Licht erscheinen lassen, beschimpft haben sie jedoch niemanden. Von massiven Anfeindungen kann auch keine Rede sein.
Conny Axel Meier, Geschäftsführer Bürgerbewegung Pax Europa
(Quelle: GEA vom 12. 2. 2011)
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»Mit wem tritt Kirche in Dialog?«
Ich habe die Diskussionen über den Dialog zwischen Evangelischer Kirche, der ACK und Vertretern der Muslime (auch vertreten durch die TGO) im Jahr 2010 zunächst eher oberflächlich mitverfolgt, allerdings mit zunehmendem Interesse, da offensichtlich Kritik an den Dialogvertretern auf muslimischer Seite aufgetreten ist. Mich hat in diesem Zusammenhang interessiert, warum die Kritik aufgetaucht ist und wie sie begründet wurde. Im Mai 2010 wurde dieser Dialog dann von der Kirche beendet, weil im Verfassungsschutzbericht 2009 festgestellt wurde, dass durch türkisch-deutsche Idealistenvereine Gedanken gegen die Völkerverständigung gepflegt würden. Ein Youtube-Video lies die Vermutung zu, dass sich die TGO in Nähe der extremistischen Grauen Wölfen aufhalten könnte. Im Artikel vom 28. 01. 2011 las ich, dass der Dialog nun weiter gehen solle, und habe dazu einige Verständnisfragen:
Zitat: »Der Umgang sei nicht einfacher geworden, seit den Ereignissen im vergangenen Winter«.Wurde der Dialog nicht aufgrund von Bedenken des Verfassungsschutzes im Mai 2010 beendet? Warum wird der Dialog nun wieder aufgenommen? Ist die Nähe der TGO zu den rechtsextremen grauen Wölfen nun widerlegt? Hat der Verfassungsschutz seine Meinung revidiert? Habe ich da einen Artikel verpasst?
Aus dem Artikel vom 28. 01. meine ich herauslesen zu können, dass die »Gegner« des Dialogs (Wer sind diese? Was ist deren Motivation, was sind deren Argumente?) das Video hochgeladen haben. Aus dem Mai-Bericht meine ich herauszulesen, dass nicht geklärt sei, wer das Video hochgeladen hat. Gibt es hier neue Erkenntnisse?
Ich möchte mich nicht zu einem Gegner eines Dialoges erklären lassen wollen, jedoch interessiert es mich sehr, mit wem die Kirche da in den Dialog tritt. Wenn ich den Artikel im Mai richtig verstanden habe, wurde dieser Dialog mit einer Organisation geführt, die vom Verfassungsschutz beobachtet wurde. Diese wurde nun offensichtlich aus der Öffentlichkeit abgezogen. Haben sich die muslimischen Dialogpartner eindeutig, unmissverständlich und nachvollziehbar von dieser Organisation und deren Zielen distanziert? Dies wäre für mich die Grundvoraussetzung für einen weiteren Dialog.
Nun, wenn also die ganzen Bedenken der Polizei, des Landratsamtes, der Stadt und der Kirche ausgeräumt sind, so würde ich mich freuen, davon lesen zu können. Allerdings konnte ich dies noch nicht. Die Muslime haben sich zurückgenommen, seit die TGO in die Schlagzeilen geraten war. Bleibt die Frage offen: Ist die TGO nun zu Recht in den Schlagzeilen gewesen oder nicht? Ich würde mich sehr freuen, wenn meine Fragen im Rahmen eines öffentlichen Artikels beantwortet werden könnten.
Martin Schill, Reutlingen
(Quelle: GEA vom 5. 2. 2011)
Sonntag, 28. November 2010
Die gesellschaftlichen Zustände an unseren Schulen im Jahre 2010
Ein sehr guter Artikel über die Zustände wie man sie genauso auch in Reutlingen und Umgebung antreffen kann, von Hartmut-Klaus Langer:
Seit etwa 30 Jahren bin ich Lehrer an einer westdeutschen Schule.
Ich überschaue daher die Veränderungen, die sich im Bereich „Multikulturalität in der Schule“ in diesem Zeitraum vollzogen haben.
- Nichtmuslimische Multikulturalität ist in den Schulen überhaupt kein Problem.
- Muslimische Multikulturalität ist heute das Problem Nr. 1 an deutschen Schulen.
Leider ist es eine traurige Wahrheit: Die deutschen Intellektuellen und Politiker (zum Großteil Alt-68er oder ihre geistigen Verwandten) weigern sich fast ausnahmslos und beharrlich, diese Tatsache zur Kenntnis zu nehmen geschweige denn über ihre Lösung ernsthaft nachzudenken. Auch die großen deutschen Lehrerverbände wagen sich nicht an dieses Tabuthema genauso wenig wie die Masse der deutschen Journalisten.
In vielen Schulklassen haben wir heute 20 – 50 % muslimische Schüler!
Immer mehr Schüler tragen heute Kopftücher und Bärte. Die Folgen für Schüler und Lehrer sind ungeheuer. Das Klassenzimmer wird immer mehr zur Fläche eines großen Kulturkampfes. Darüber sollte eigentlich ausgiebig geforscht werden! Betroffene Schüler und Eltern sollten bei ihren Lehrern vorstellig werden. Die Umstände sind von so gewaltiger Bedeutung für unsere Kultur und ihren rapide voranschreitenden Untergang, dass bei allen Verantwortlichen alle Alarmsirenen schrillen müssten – aber nichts dergleichen geschieht. Wer dieses Problem auch nur erwähnt, wird in die rechtsradikale Ecke gedrückt. Die sogenannte „political correctness“ baut unüberwindliche Mauern des Schweigens und Mauern des Redeverbots auf. Faktisch sind wir in einem Zustand wie in einer Diktatur, in der bestimmte Probleme nicht mehr erwähnt werden dürfen. Wir Deutsche haben mit solchen Systemen ja eine reichhaltige Erfahrung.
Von Jahr zu Jahr wird das Zahlenverhältnis von deutschen zu muslimischen Schülern ungünstiger – aus türkisch – arabischer Sicht steuern wir aber zielgenau in die von diesen angestrebte islamische Gesellschaft hinein. Unsere bemitleidenswerten Gutmenschen verschließen vor diesem Umstand nicht nur die Augen, nein, sie unterbinden in diktatorischer Weise jede Diskussion über dieses Thema.
Wir bilden hunderttausende türkisch – arabische Schüler aus (egal ob mit oder ohne deutschen Paß , das ist völlig ohne Belang) , vom Kindergarten bis zur Hochschule – alles auf Kosten des deutschen Steuerzahlers. Und all das wird von den Türken nicht etwa durch Anerkennung honoriert, sondern wird genau im Gegenteil als Unerwerfung unter das Joch des Islam interpretiert! Faktisch befinden wir uns bereits im Zustand der „Dhimmitude“ ( = Unterwerfung unter das Gesetz des Islam) . Sie profitieren von unseren enormen Anstrengungen , die wir für ihre Ausbildung und Integration aufbringen. Sie selbst tragen aber dazu nichts bei, denn sie arbeiten ja mit allen Mitteln nur auf ein Ziel hin: Bei uns in möglichst naher Zukunft auch die geistige Elite zu stellen und ihre, d. h. die muslimische Herrschaft zu errichten.
Schon heute existiert bei uns ein „muslimischer Staat“ im „deutschen Staat“ . Man stelle sich einmal das Umgekehrte vor, einen „christlichen deutschen Staat“ im muslimischen Staat Türkei! Ein unversöhnlicherer Gegensatz wie dieser ist nicht denkbar. Die Türken besitzen einen Hypernationalismus (für uns Deutsche ist so etwas nicht mehr vorstellbar, also nicht begreifbar) und sie lehnen eine Eingliederung oder gar eine Assimilierung in die deutsche Gesellschaft vehement ab. Laut ihrem geliebten Staatschef Erdogan ist ja Assimilierung ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit . Genau das durfte dieser Mensch vor 30.000 Jungtürken in der Köln-Arena unter deren begeistertem Jubel ausrufen – ohne eine einzige Silbe des Widerspruchs der gesamten deutschen Politikerkaste.
Das Ziel der Türken ist – genauso wie es in der Geschichte des türkischen Volkes immer war – die Übernahme der Macht mit Hilfe des Islams , die Herstellung der Herrschaft der Moslems. 1400 Jahre leidvoller europäisch – muslimischer Geschichte scheinen bei uns vergessen zu sein! Das entspricht vollständig der Ideologie Mohammeds: „Ihr seid die besten Menschen“ oder in Worten , die wir Deutsche besser verstehen: „Ihr seid die neue Herrenrasse“. Und wir , die anderen, sind die zu bekämpfenden Ungläubigen. Die Arroganz dieser Gedankenwelt sprengt jede Vorstellungskraft und müsste eigentlich unseren ganzen Widerstand herausfordern!
Die Schule von heute ist die Vorschau in die Gesellschaft von morgen: In vielen Schulklassen sind die Moslems schon heute in der Mehrzahl – also morgen im ganzen Land. Und das geschieht durch geschickte Unterwanderung und Ausnutzung unserer freiheitlichen Grundideen. Die mehrfach höhere Geburtenrate der Türken und Araber im Vergleich zu der unseren führt uns geradewegs und demokratisch legitimiert in die türkisch – muslimische Gesellschaft von morgen. In spätestens zehn Jahren wird die Entwicklung nicht mehr umkehrbar sein. Vor allem dann nicht , wenn die Deutschen weiterhin in ihrem Multikulti-Dusel vor sich hintümeln. Deutschland muß sich endlich darüber klar werden , ob es den Übergang in eine türkisch – muslimische Gesellschaft vollziehen will.
Die deutsche Gesellschaft scheint jedoch bis heute widerspruchslos ihr eigenes Ende hinzunehmen und stolpert mit Riesenschritten in ein muslimisches West – Turkestan.
Mit unabsehbaren Folgen für die gesamte westliche Gesellschaft, für das Weltchristentum, das Judentum und für alle anderen Religionen. Die Feigheit fast aller deutschen Politiker ist grenzenlos und unbegreiflich und lässt kaum mehr Raum für Hoffnung. Sie wagen es nicht, den gesellschaftlichen Veränderungen offen ins Auge zu sehen. Sie verkriechen sich feige hinter einer vorgeschobenen „Toleranzdiskussion“, um jedem Ärger aus dem Weg zu gehen.
Dieser Brief ist ein verzweifelter Hilfeschrei. Der Schrei einer offenbar mutlos gewordenen und nicht mehr fortpflanzungsfähigen Kultur, die sich selbst aufzugeben scheint. Ein unter Türken gängiges Sprichwort sagt: „Deutschland könnte so schön sein, wenn es keine Deutschen gäbe“ . Wir sind auf dem Weg dahin!
Daher fordern wir: Stoppt den Islam, stoppt die Islamisierung Deutschlands und und ganz Europas! Retten wir unsere wunderschöne christlich – jüdische Kultur!
Quelle: http://bpeinfo.wordpress.com/
Sonntag, 14. November 2010
Integrationspreis - wofür?
Die Sieger überzeugten unter anderem mit gemeinsamen Ideen aus Sport, Gesellschaft oder den neuen Medien. Sechs vorbildliche Projekte von und mit Muslimen haben den Integrationspreis 2010 erhalten. Die Konkurrenz war groß: Insgesamt hatte die Jury aus 186 Bewerbungen zu wählen.
Der erste Preis, dotiert mit 5.000 Euro, ging an den Internationalen Sportclub Al Hilal aus Bonn. Der Migrantenverein hatte im Frühjahr 2010 den "Kinder- und Jugendfußball in Bad Godesberg" ins Leben gerufen – ein Angebot, das Mädchen und Jungen gleichermaßen offensteht.
Platz zwei teilen sich zwei Gewinner mit einem Preisgeld von jeweils 3000 Euro: Ein Preisträger ist "Muslimische Stimmen", ein unabhängiges Internet-Projekt für Pluralismus und Austausch. Geehrt wurde auch der Polizeiabschnitt 32 beim Polizeipräsidenten in Berlin mit dem Frauenprojekt "Mitte(n)drin".
Den dritten Preis, dotiert mit 2.000 Euro, erhielt das "Forum muslimischer Frauen im Kreis Reutlingen" des Landratsamts Reutlingen. Neben den genannten Preisträgern wurden zwei weitere Projektideen eines ausgeschriebenen Ideenwettbewerbs gewürdigt.
Warum werden eigentlich nur muslimische Gruppen gefördert?
Hier noch ein link dazu: Integrationspreis für Musliminnen aus Reutlingen
Warum dreht sich alles um Muslime und Musliminnen? Warum bekommen die Italiener/innen, die Polen/innen, die Russen/innen, die Rumänen/innen, die Vietnamesen/innen, die Serben/innen, die Chinesen/innen usw. keine Preise und Zuschüsse für ihre Integrationsprojekte? Schon mal drüber nachgedacht?
Montag, 8. November 2010
Stellungnahme von Islamwissenschaftlern zur Einrichtung des Faches "Islamische Studien" an deutschen Universitäten
Hier die Dokumentation der "Stellungnahme von Fachvertreterinnen und -vertretern der Islamwissenschaft und benachbarter akademischer Disziplinen zu den Empfehlungen des Wissenschaftsrats vom Januar 2010 und zur Einrichtung des Faches "Islamische Studien" an deutschen Universitäten":
"Am 14. Oktober 2010 hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in einer Pressemitteilung bekanntgegeben, dass es in Tübingen und Münster/Osnabrück den Aufbau von universitären Zentren für "Islamische Studien" zu fördern beabsichtigt. Dort sollen künftig unter staatlicher Aufsicht Lehrer für Islamischen Religionsunterricht, aber auch Moscheepersonal (Imame) und muslimische Sozialarbeiter ausgebildet werden. Für das Frühjahr 2011 ist die Auswahl weiterer Universitätsstandorte geplant, an denen mit Bundesmitteln Zentren für "Islamische Studien" aufgebaut werden sollen. Grundlage der Entscheidung des BMBF sind die am 29. Januar 2010 veröffentlichten "Empfehlungen zur Weiterentwicklung von Theologien und religionsbezogenen Wissenschaften an deutschen Hochschulen" des Wissenschaftsrats (WR), in denen die Einrichtung eines bekenntnisorientierten, theologisch konzipierten Faches namens "Islamische Studien" an mehreren deutschen Universitäten gefordert wurde."
"Wie der Wissenschaftsrat und die Bundesregierung gehen wir davon aus, dass die Schaffung von universitären Zentren für Islamische Theologie zur gesellschaftlichen und akademischen Integration der Muslime in Deutschland beitragen kann. Aus der Perspektive derjenigen akademischen Fächer, die sich bislang der wissenschaftlichen Erforschung des Islams als Religion und Kultur gewidmet haben, insbesondere der Islamwissenschaft, können mehrere zentrale Punkte dieser Initiative jedoch nicht widerspruchslos hingenommen werden. Wir fordern hiermit alle Entscheidungsträger, die an der Umsetzung der WR-Empfehlungen und der Pläne des BMBF beteiligt sind, nachdrücklich auf, diese zu beachten:"
"1. Die Benennung des neuen Faches als "Islamische Studien" ist in hohem Maße irreführend, denn dadurch verschwimmen in bedenklicher Weise die Grenzen zur Islamwissenschaft in ihrer heutigen Form. Das vom WR geforderte Fach ist bekenntnisgebunden und muss als das benannt werden, was es dem Inhalt nach ist: Islamische Theologie. So wird es auch in den Empfehlungen der 1. Islamkonferenz (25. Juni 2009) bezeichnet, offenkundig mit Zustimmung der muslimischen Vertreter. Die Argumente, die der WR gegen eine derartige Namensgebung anführt, sind nicht stichhaltig. Die Islamwissenschaft ist dagegen ein bekenntnisneutrales Fach, dessen Erkenntnisinteresse sich über den Islam als theologisches Normensystem hinaus in thematisch breiter Ausdifferenzierung auf die Geschichte und Kultur muslimischer Gesellschaften in Vergangenheit und Gegenwart erstreckt. Wenn an den Universitäten ein neues Fach neben der Islamwissenschaft etabliert wird, sollte dessen Bezeichnung nicht mißverständlich, sondern präzise und wissenschaftstheoretisch begründet sein und die grundsätzlichen Unterschiede zwischen beiden Fächern nicht verwischen."
"2. Als bekenntnisgebundene Theologie muss das Fach in einem entsprechenden institutionellen Kontext verankert werden. Das kann an einer religionspluralen allgemeinen Theologischen Fakultät geschehen oder an einer eigens einzurichtenden Fakultät für Islamische Theologie, ersatzweise auch an Zentren, die direkt der jeweiligen Universitätsleitung unterstellt sind. Die vom WR geforderte Ansiedlung an Philosophischen oder Kulturwissenschaftlichen Fakultäten stellt dagegen einen Eingriff in deren wissenschaftliches Selbstverständnis dar und erscheint uns auch deshalb abwegig, weil die für das Fach neu zu schaffende Promotion eine theologische sein muss."
"3. Zusammensetzung, Rolle und Kompetenzen der vom WR vorgeschlagenen muslimischen Beiräte müssen weitaus genauer definiert werden, als das bislang der Fall ist. Das gilt vor allem in Anbetracht des Fehlens historisch gewachsener staatskirchenrechtlicher Vereinbarungen zwischen der Religionsgemeinschaft und dem Staat. Die weitreichenden Mitspracherechte bei der Stellenbesetzung, die den Beiräten zugestanden werden (faktisch denen der christlichen Kirchen entsprechend), stellen grundsätzlich einen Eingriff in die Autonomie der Universität dar. In der vorliegenden unklaren Form ist dies völlig inakzeptabel."
"4. Nicht zuletzt fordern wir eine größere Transparenz sowohl im Hinblick auf die Empfehlungen des WR selbst als auch auf deren Umsetzung durch Politik und Universitätsleitungen. Wer entscheidet aufgrund welcher Kriterien, welche Standorte schließlich ausgewählt werden? Der Wettlauf, den sich mehrere Universitäten derzeit um die vom Bund in Aussicht gestellten Mittel liefern, muß nach klar nachvollziehbaren Regeln entschieden werden. Die akademische – nicht minder aber auch die steuerzahlende – Öffentlichkeit darf bei einem Verfahren mit derart weitreichenden Konsequenzen nicht einfach übergangen werden."
Samstag, 9. Oktober 2010
Kommentar zum Thema: Imam-Ausbildung in Tübingen
Wenn an deutschen Universitäten von nun an Lehrer, Geistliche und Sozialarbeiter für den Islam ausgebildet werden, wie bereits berichtet, dann haben die Politiker hier wieder mal nicht nachgedacht. Meiner Meinung nach ist es ein Rückschritt und bestätigt in bedrückender Weise Wullfs Ausdruck, dass der Islam zu Deutschland gehöre.
Ich kann mir nicht vorstellen, wie so die Integration der hier lebenden Muslime gefördert werden soll, denn egal, ob die Imame aus Deutschland kommen, unsere Kultur kennen und deutsch sprechen, Islam bleibt Islam und ist mit unserer Lebenswelt nicht vereinbar, es sei denn er wird ganz und gar säkular gelebt, wie es Necla Kelek in ihrem Vortrag am 5.10.10 in Tübingen als ihr Lebenskonzept vorstellte.
Wie können denn an ägyptischen (dort ist eine Rückkehr zum fundamentalistischen Islam zu beobachten - Stichwort: Muslimbruderschaft) und türkischen Lehrplänen orientierte Studiengänge zur Integration der Muslim in einem westlichen Land verhelfen?
Sehr bedenklich finde ich, dass jetzt auch muslimische Sozialarbeiter auf die Familien und Schulen losgelassen werden. Diese werden sich zwar mit der muslimischen Religion, Tradition und Lebensanschauung sehr gut auskennen und sie verstehen, aber sie werden mit Sicherheit keine der ihnen anvertrauten Muslime von ihren Vorstellungen abbringen, sondern sie eher darin bestätigen. Sie müssen sich zwar, berechtigter Einwand, an unsere Gesetze und Rechtsordnung halten, aber was wissen wir schon, wie sie die Familien und Jugendlichen beraten und betreuen, denn bisher haben es die Muslime immer geschafft, unsere Normen, Gesetze, Vorschriften und Regeln auszuhebeln, zu umgehen und ihre islamischen Prinzipien einzuklagen und durchzusetzen (Stichwort: Schwimmen und Sport, eigene Gebetsräume, Gebetszeiten, Ramadan usw.).
Wir sollten uns alle bewusst sein, dass wir deutschen Bürger das alles - nach Dhimmi-Art - aus unserer (Steuer-)tasche zahlen, obwohl die islamischen Verbände Unsummen nach Deutschland fließen lassen, wenn es darum geht, den Islam hier zu installieren und zu institutionalisieren, sprich: Moscheen bauen. Aber auch das wird nun nach den Plänen von Annette Schavan den Verbänden noch abgenommen.
Am beunruhigsten finde ich, das die islamischen Verbände durch einen zusätzlich eingerichteten "Rat für islamische Studien" bei allem ihre Finger im Spiel haben und damit wieder alle Macht in die Hände gelegt bekommen, die islamische Lehre und Weltanschauung bei uns in Deutschland zu festigen, die Richtung des Islam, in Richtung fundamentalistischer Islam, zu steuern und zu verbreiten .
M.M.
Freitag, 8. Oktober 2010
Imam-Ausbildung in Tübingen
Stuttgart/Tübingen - An der Universität Tübingen werden vom nächsten Jahr an erstmals in Deutschland islamische Geistliche ausgebildet. Geplant sei, dass in einigen Jahren sechs Professoren bis zu 320 Studenten unterrichten, teilte das Staatsministerium am Dienstag in Stuttgart mit. Das Landeskabinett hatte am Montagabend die Einrichtung eines Fachbereichs für Islamische Studien zum Wintersemester 2011/2012 beschlossen. Jetzt bewirbt sich das Land um eine finanzielle Beteiligung des Bundes.
Die bundesweit geplanten Institute für islamische Theologie sind etwas Neues an deutschen Universitäten. Erstmals werden Imame in Deutschland und vor allem in deutscher Sprache ausgebildet. Bislang kommen muslimische Vorbeter meist aus der Türkei, sprechen kein Deutsch und kennen die westeuropäische Kultur kaum. Experten sehen darin ein großes Hemmnis für die Integration von Muslimen. Auch muslimische Pädagogen und Sozialarbeiter sollen in Tübingen ausgebildet werden.
Bei der Entwicklung des neuen Studiengangs will sich Tübingen auch an Lehrplänen von türkischen und ägyptischen Hochschulen orientieren. "Dort gibt es wissenschaftlich herausragende Fakultäten. Allerdings müssen wir sicherlich Präzisierungen vornehmen, die den deutschen Gegebenheiten Rechnung tragen", sagte Rektor Bernd Engler der Nachrichtenagentur dpa. Dabei gehe es um die Frage, was islamische Theologie in Deutschland ausmache. Bei der Suche nach Professoren werde die Universität wert darauf legen, muslimische Theologen zu finden, die zumindest einen Teil ihrer akademischen Laufbahn in Deutschland absolviert haben.
Ministerpräsident Stefan Mappus und Wissenschaftsminister Peter Frankenberg (beide CDU) erwarten, dass der neue Studiengang zahlreiche Veränderungsprozesse bei den Muslimen anstoßen werde. "Die akademische Ausbildung bildet dabei auch einen wichtigen Schutz gegen jede Form der Abschottung, der Entwicklung von Parallelgesellschaften und des Extremismus", teilten beide mit. Im Südwesten leben gut 600 000 Muslime, in Deutschland sind es rund vier Millionen. Die Hälfte der Kosten für den Studiengang will das Land übernehmen. Eine Professur soll die Universität aus eigenen Mitteln beisteuern, für zwei Lehrstühle hofft das Land auf Geld vom Bund. Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) hatte angekündigt, an zwei bis drei deutschen Hochschulstandorten die Einrichtung islamischer Zentren zu unterstützen.
Anders als Heidelberg und Freiburg, die sich ebenfalls um den Studiengang beworben hatten, war es der Universität Tübingen gelungen, wichtige islamische Verbände auf ihre Seite zu ziehen. Die sollen in einem "Rat für islamische Studien" an der Entwicklung des Lehrangebots und bei der Berufung der Professoren maßgeblich beteiligt werden. "Dieser Beirat ist die notwendig, um die notwendige Legitimation der neuen universitären Ausbildung in den islamischen Gemeinden sicherzustellen", sagte Frankenberg.
An deutschen Hochschulen wird bislang nur ein sehr kleiner Teil der islamischen Religionslehrer ausgebildet - vor allem in Münster. Weiterbildungsangebote gibt es an Hochschulen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Der überwiegende Teil der an deutschen Schulen eingesetzten islamischen Religionslehrer wie der Imame kommt bisher aus der Türkei.