Samstag, 6. Februar 2010

Eine Dialogveranstaltung und die Reaktionen


Am 26. Januar fand um 19.30h in der Christuskirche in Reutlingen eine Dialogveranstaltung statt. Das Motto war „was ich dich schon immer fragen wollte“ und das ganze sollte eine „christlich-islamische Begegnung“ sein.

Der GEA berichtete am 29. unter der Überschrift "Miteinander ohne Vorurteile" darüber, in der Südwestpresse erschien der Artikel "SO GESEHEN: Heikler Dialog" und der SWR brachte einen etwa fünf Minuten langen Bericht in seinem Hörfunkprogramm, der leider nicht online verfügbar ist.

Heute erschienen im GEA insgesamt vier Leserbriefe zu dieser Dialogveranstaltung:

"Bibelsätze um die Ohren schlagen?" von Eberhard Braun, Pfarrer i.R., was er jedoch dem Leser vorenthält, Reutlingen.

"Unerträglich" von Angelika Baltzer, Reutlingen, leider vom GEA nicht klar dem Artikel von 29. 1. zugeordnet.

"Kritische Fragen nicht zugelassen oder verdreht" von Liselotte Weidle, Reutlingen.

"Schäme mich für diese christliche Gruppe" von Gerhard Oehlmann, ebenfalls Pfarrer i.R., was er dem Leser mitteilt, Reutlingen.

Die Südwestpresse erschien darüberhinaus heute der Artikel "Gemeinsam für Frieden".

Einen Bericht von der Dialogveranstaltung gab es auch bei Kybelines Weblog "Europäischen Werte" von Gastautor Reconquistar: "Dialog der Religionen: Was die Reutlinger Kleriker über die Grauen Wölfen nicht wissen möchten".

Liest man all die verschiedenen Berichte durch, hat man den Eindruck, dass es da eine Gruppe von Pfarrern bzw. Pfarrern im Ruhestand gibt, die zusammen mit einigen wenigen Gleichgesinnten auf Teufel komm raus der Öffentlichkeit das Bild eines friedlichen und toleranten Islams verkaufen wollen.

Die vereinigten Pfarrer bestehen unter anderem aus Pfarrer Wolfgang Hartmann, Pfarrer Albrecht Ebertshäuser, Pfarrerin Christina Hörnig, Eberhard Braun, Pfarrer i.R., Gerhard Oehlmann, Pfarrer i.R, Dekanatsreferent Thomas Münch und Norbert Brücken, Pastoralreferent von Sankt Peter und Paul.

In ihren Mitteln scheint die Gruppe nicht zimperlich zu sein: Gegner werden verunglimpft und, wo immer es geht, mundtot gemacht, ihnen wird Fundamentalismus, Fremdenfeindlichkeit, generelle Islamfeindlichkeit, magelnde Differenziertheit und ähnliches unterstellt. Mit den Fakten nimmt man es nicht so genau, sowohl was den Islam betrifft, als auch in der Auseinandersetzung mit dem Gegner.

Problematisches, wie etwa, dass die "Türkische Gemeinschaft Org.", den man zum Dialog geladen hat, vom Verfassungsschutz den grauen Wölfen zugeordnet wird, versucht man, wo immer möglich, zu vertuschen oder schönzureden.

Die versammelten Pfarrer und ihre Anhänger verfügen natürlich über beste Verbindungen zu Medien und Behörden, schließlich sind die großen Kirchen ja wer.

Kommentare:

Pit hat gesagt…

Danke für deine Aufkärungsarbeit.
Es ist anstrengend, in kleiner Minderheit gegen eine große Mehrheit zu stehen, und mit ansehen zu müssen, wie diese Mehrheit manipuliert und mit Lügen verhetzt wird. Umso mehr Dank also für die Aufklärungsarbeit, denn dies, diese Kärrnerarbeit, ist es, was im Moment zu tun ist.

Gisela hat gesagt…

Hallo Lieber Pit,

Deine aufmunternden Worte haben mich sehr gefreut! Auch Dir Dank für Deine Arbeit. Kritische Analysen sind ein wichtiger Teil des Kampfes gegen jede Form von Totalitarismus und Inhumanität.

Kuebeline hat gesagt…

Soso es sind nun also ehemalige Priester die nun zur Möselverschwörung gehören?
Ist vielleicht die ganze Kirche vom Musel unterwandert?
Was gibt es schöneres als die islamophobe Phantasie.

Gisela hat gesagt…

"ehemalige Priester"

Ehemalige Priester? nein! Pfarrer im Ruhestand, das ist doch was sehr anderes.

Um katholischer Priester zu werden, legt man Gelübde ab und wird geweiht. Normalerweise bleibt man dann zeitlebens Priester, es sei denn man bricht dieses Gelübde und kehrt in den Laienstand zurück.

"Möselverschwörung", "Musel": ich bitte doch sehr um eine andere Wortwahl hier im Blog!

Von "Verschwörung" hat hier übrigens bisher noch niemand geredet.

Und wer einen polemischen Gegenblog betreibt, sollte sowie nicht mit Steinen werfen.

Kuebeline hat gesagt…

Ach so die "Pfarrer-Connection" und im weiteren Verlauf das "vertuschen und schönreden". "Die großen Kirchen verfügen ja über beste Verbindungen zu den Medien" klingt ja sooo gaar nicht nach Verschwörung...

Wir kennen uns aus mit islamophober Polemik wie du bereits gesehen haben musst. Das hier ist wieder ein Klassiker.
Die große Verschwörung zeichnen aber am Ende war man es nicht gewesen und man möchte ja nur "aufklären".

Unser Blog hält sich wenigstens an Tatsachen und zeichnet nicht Gefahren wo keine sind um Panik, Angst und Hass vor Muslimen zu schüren.

Es ist lächerlich, daß du dich über unsere Wortwahl lustig machst aber für die islamophobe Gosse im Artikel Werbung machst. Nicht nur das. Du gehst sogar da hin und kommentierst.
Hast du jemals irgendetwas anderes bei Kybeline gelesen?

JoanBeaz hat gesagt…

Hallo Kybeline, es geht auch ohne ausfallende, herablassende Wortwahl. Und es muss auch nicht sein, dass gegen die Kirchen mit unanständigen, zweideutigen Worten polemisiert wird. Es sind einige Kirchenchristen in den Gruppen engagiert, die sich um Aufklärung und Islamkritik bemühen und längst nicht alle Pfarrer i.R. machen mit beim Schönreden und vertuschen. Bis jetzt bemüht sich dieser blog um eine seriöse Auseinandersetzung über den Islam. Es wäre schön, wenn das so bleibt.

Anonym hat gesagt…

Danke sehr an den Autor.

Gruss Nadine